Kategorie: Modellgeschichte VW Transporter
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Stationen der Modellpflege VW Transporter T1
1949:

November: Präsentation des Transporter Typs


1950:

März: Produktionsbeginn Typ2 Transporter. Zunächst nur Kastenwagen in blau, DM 5850,-

Juni: Kombi-Produktion läuft an (DM 6350,-) Bus Neunsitzer (DM 6650,-) Bus auf Wunsch mit Heckklappe und Faltschiebedach. Automatische Kühlluftregelung mit Thermostat.


1951:

Januar: Federung modifiziert, Motorgehäuse aus Elektron.

März: Kupplungsseil verlegt, Nockenwellenrad aus Kunststoff.

April: Bus Sondermodell "Samba": Rundumverglasung, seitliche Dachfenster, Zweifarb-Lackierung, Faltschiebedach, Innenaustattung mit Dachhimmel, Seitenverkleidungen, Chromteilen.

Juni: Serienanlauf Samba-Bus, offizielle Bezeichnung: Achtsitzer "Sondermodell".

Alle Modelle: Änderungen an Heizkörper, Heizklappenzug; Radkasten mit Filz verkleidet. Transporter: mit Heckfenster. Kastenwagen: mit Heckfenster und Fenster in Trennwand zum Laderaum.

1952: 

September: Einführung des Pritschenwagens

Oktober: Das Programm wird ergänzt durch einen vom Kastenwagen abgeleiteten Pritschenwagen. Bei diesem Modell liegt das Reserverad hinter dem Beifahrersitz. Der Tank wird aus dem Motorraum rechts vor die Hinterachse verlegt. Alle Modelle werden mit einem neuen, vom 2. bis zum 4. Gang synchronisierten Getriebe geliefert.

1954:

Januar: Ein 30 PS Motor mit mehr Hubraum und Muldenkolben wird eingeführt. Die wichtigsten Daten : Hubraum 1 .192 cm3, Bohrung 77 mm, Hub 64 mm, Verdichtung 6: 1 i Leistung 22 kW (30 PS) bei 3.400/min, Drehmoment 76 Nm bei 2.200/min.

August: Der 30 PS Motor bekommt Flachkolben und eine Verdichtung von 6,6: 1

1955:

März: Auch beim Kastenwagen und Bus liegt der Tank nicht mehr über dem Motor, sondern rechts über der Hinterachse, das Reserverad kommt hinter den Fahrer- sitz. Alle Modelle erhalten eine durchgehende Armaturentafel, die bislang nur das Achtsitzer-Sondermodell "Samba" hatte.

Weitere Änderungen: Seitliche Tankeinfüllung, hydraulischer Lenkungsdämpfer; durch Überarbeitung der Kühlgebläse-Anordnung kann die Motorraumabdeckung abgesenkt werden. Verstärkte Bremsen in Duplexausführung vorn und als Simplexbremsen hinten werden eingeführt. Dazu kommen 15 Zoll- statt 16 Zoll-Räder.

1956:

März: Die Produktion des Transporters wird von Wolfsburg nach Hannover verlegt. Dort wurde ein neues Karosserie- und Montagewerk errichtet, das mit 5.000 Beschäftigten und einer Tagesproduktion von 250 Wagen startet.

1958:

November: Die Doppelkabine rundet das Angebot an Transporter-Modellen ab. Außerdem ist der Pritschenwagen mit großer Ladefläche lieferbar .

1959:

Mai: Der Motor wurde umkonstruiert. Er bekommt eine verstärkte Kurbelwelle, ein größeres Kurbelgehäuse, schräghängende Ventile sowie eine neue Auspuffanlage. Die Leistung beträgt weiterhin 30 PS, das Drehmoment steigt auf 78 Nm bei 2.000/min. Das Kühlluftgebläse ist nun 1: 1,8 statt 1 :2 untersetzt. Das Viergang- Getriebe ist voll synchronisiert. Die Karosserie hat jetzt stärkere Stoßstangen.

1960:

In den ersten zehn Transporterjahren rollen insgesamt 678.000 Fahrzeuge von den Bändern. 

Kastenwagen
243.000
35,8 %
Kombi
152.000
22,4 %
Busse
148.000 
21 ,8 %
Pritschenwagen
129.000
19,0 %
Sonderfahrzeuge
6.000
1,0%
März: Alle Modelle erhalten Blinkleuchten statt Winker .
August: Der Motor bekommt mehr Leistung und einen Vergaser mit Startautomatik. Die wichtigsten Motordaten: Hubraum 1.192 cm3, Bohrung 77 mm, Hub 64 mm, Verdichtung 7 ,0: 1, Leistung 25 kW (34 PS) bei 3.600/min, Drehmoment 82 Nm bei 2.000/min.

1961:

August: Ein neues, vollsynchronisiertes Schaltgetriebe wird eingebaut.

1962:

August: Der Fahrersitz wird vom Doppelsitz abgeteilt. Fahrersitz und -lehne sind verstellbar, die Sitzbank ist klappbar. Die Karosserie erhält flachere Scheinwerfermulden und eine tiefere Reserveradmulde.

Der Fahrzeug-Export steigt von Jahr zu Jahr. Für den US-Markt wird eine stärkere Motorvariante eingeführt. Die wichtigsten Daten: Hubraum 1.493 cm3, Bohrung 83 mm, Hub 69 mm, Verdichtung 7 ,8: 1, Leistung 31 kW (42 PS) bei 3.800/min, Drehmoment 95 Nm bei 2.200/min.
Die Heizung wird verbessert. Auf Wunsch kann eine Eberspächer-Zusatzheizung geliefert werden. Der Hochraum-Kastenwagen mit hoher Laderaumtür und 6 m2 Transportraum wird angeboten.
Oktober: Der millionste Transporter wird ausgeliefert.

1963:

März: Alle Personen-Transporter werden gegen Aufpreis mit 1,5 Liter Motor (42 PS) geliefert-
Mai: Der Kastenwagen erhält gegen Aufpreis statt der zweiflügeligen Seitentür eine in drei Schienen geführte Schiebetür .
August: Alle Transporter mit 42 PS Motor sind jetzt als Eintonner mit verstärkten Achsen, optimiertem Antrieb und besseren Bremsen sowie mit einer Bereifung in der Größe 7.00-14 lieferbar.
Weitere Änderungen: Kurbelgehäuse-Entlüftung des Motors mit Wasserabscheider wie beim Käfer, größere Heckklappe mit großem Rückfenster, größere vordere Blinkleuchten .

1964:

August: Ein Drehzahlbegrenzer wird eingebaut. Dazu gibt es einen stärkeren Scheibenwischermotor und größere Wischblätter, neu ist auch die Scheibenwaschanlage und der Innenspiegel. Alle Bus-Modelle bekommen einen Kunststoff-Dachhimmel.

1965:

August: Alle Modelle erhalten einen vorderen Stabilisator, einen zweistufigen Scheibenwischer und eine Motorklappe mit Druckknopfschloss. Der Pritschen- wagen bekommt ein großes Heckfenster. Den 1,5 Liter Motor gibt es mit größeren Ventilen und mehr Leistung. Seine Daten: Hubraum 1.493 cm3, Bohrung 83 mm, Hub 69 mm, Verdichtung 7.5: 1, Leistung 32 kW (44 PS) bei 4.000/min, Drehmoment 102 Nm bei 2.000/min.
Oktober: Die Produktion aller Transporter mit 34 PS Motor und 750 kg Nutzlast wird beendet. Es gibt nur noch die Eintonner-Ausführungen mit 44 PS.

1966:

August: 12 Volt-Anlage und Einschlüsselsystem werden eingeführt. Die Drehfallenschlösser an den Türen wer- den mit einer verstärkten Sicherung ausgestattet. Als Mehrausstattung werden Befestigungsanschlüsse für Sicherheitsgurte im Fahrerhaus eingebaut.



erstellt von Moritz Heitmann

Stationen der Modellpflege Transporter T2
1967:


August: Nach 17jähriger Produktionszeit und 1 ,8 Millionen gebauten Transportern kommt der wesentlich geänderte Typ 2 auf den Markt. Die Hauptmerkmale sind:


Neu gestalteter Aufbau mit durchgehender, stark gerundeter Frontscheibe
Lufteinlassgitter vorn, Luftdüsen in Fahrerhaus und Fahrgastraum
Bowdenzug-Luftregulierung
das Fahrzeug wurde nach vorn und hinten um jeweils 100 mm verlängert
die Scheibenwaschanlage wird mit Druckluft betätigt
die Schiebetür zum Fahrgast- oder Laderaum ist für alle Modelle serienmäßig
der neue Großraum-Kastenwagen erhält eine hohe Schiebetür
eine neue Doppelgelenk-Hinterachse mit Dreiecklängslenkern wird eingeführt
die Straßenlage wird verbessert, ebenso der Federungs- und Fahrkomfort
die Vorderachslagerung wird wartungsarm
eine Zweikreisbremsanlage wird eingebaut
der 1,6 Liter Motor mit 47 PS bei 4.000/min ist im Handel erhältlich;
Die wichtigsten Daten des neuen Motors: Hubraum 1.584 cm3,
Bohrung 85,5 mm, Hub 69 mm, Verdichtung 7, 7: 1, Leistung 22 kW (47 PS)
bei 4.000/min,Drehmoment 103 Nm bei 2.200/min
der Kraftstofftank wird auf 55 Liter vergrößert.
das neue Bus-Sondermodell heißt zunächst Clipper L, danach Achtsitzer L.
Es erhält statt des Faltschiebedachs ein Stahlkurbeldach.
Bei allen Modellen mit Fahrerhaus-Rückwand liegt das Reserverad unter den
vorderen Sitzen. Beim Bus und beim Kombi mit Durchgang nach hinten steht das Reserverad links auf dem Motorkasten.


1968:


Januar: Der Hochraum-Kastenwagen wird nicht mehr mit Stahldach, sondern mit einem Kunststoffdach geliefert. Als Mehrausstattung gegen Aufpreis gibt es eine Hochraum-Schiebetür. In diesem Jahr wird der zweimillionste Transporter hergestellt.


1969:


August: Unter dem Motto "mehr Sicherheit, mehr Komfort" werden folgende Änderungen eingeführt: Verstärkte Türen, versteifte Rahmenanlage, Lenksäulenbefestigung mit Soll-Knickstelle.

1970:


August: Die Leistung des 1,6 Liter Motors wird angehoben. Dazu werden Zylinderköpfe mit Doppeleinlasskanälen und Gabelansaugrohre eingeführt. Die wichtigsten Daten: Hubraum 1.584 cm3, Bohrung 85,5 mm, Hub 69 mm, Verdichtung 7 ,5: 1,37 kW (50 PS} bei 4.000/min, Drehmoment 106 Nm bei 2.800/min. Weitere Änderungen: Scheibenbremsen vorn, Bremskraftregler für die Hinterachse, auf Wunsch Bremskraftverstärker, stärkere Antriebswellen, breitere Spur, Lochscheibenräder mit flachen Radkappen.

1971:

August: Zum 1,6 Liter-Boxermotor mit stehendem Gebläse kommt ein neuer 1, 7 Liter-Flachmotor. Sein Kühlluftgebläse befindet sich raumsparend auf der Kurbelwelle.
Die Wichteigsten Daten: Hubraum 1.679ccm, Bohrung 90mm, Hub 66mm Verdichtung 7,3:1 Leistung 49kW (66PS) bei 4.800/min, Drehmoment 114Nm bei 3.200/min.
Die Transporter mit 1,7l werden serienmässig mit einem Bremskraftverstärker ausgerüstet.
Alle Modelle erhalten größere Rückleuchten. Die tanklappe wird weiter nach hinten außerhalb des Schiebetürbereichs verlegt.
September: Der 3.000.000 Transporter wird gebaut.

Stationen der Modellpflege VW Transporter T2b

1972:

Bodenanlage im Bereich des Vorderwagens überarbeitet und mit Deformations-Elementen ausgerüstet.
Die Stoßstangen bekommen ein neues, stabileres Profil. Vor den Radkästen links und rechts wird eine Trittstufe eingebaut,
die von den geschlossenen Fahrerhaustüren verdeckt ist. Die leichtgängige ZF-Gemmerlenkung löst die Roßlenkung ab.
Eine Sicherheitslenksäule mit Knickgelenk wird eingebaut.

- außer Pritschen alle mit Automatik lieferbar in Verbindung mit gedrosseltem 1,7l Motor (62PS).
- größere Blinkergläser werden vorne seitlich über den Scheinwerfern
- Lenkstockschalter
- stärkere Scheibenbremsbeläge
- Bremsflüssigkeitsbehälter unter dem Fahrersitz

1973:

Tagesproduktion von 1.200 Fahrzeuge

August:
- Tankklappe entfällt
- Schiebetürschloss mit automatischer Verriegelung
- verstärktes Getriebegehäuse
- 1,6l Motor mit Drehstromgenerator
- Scheinwerfer-Waschanlage als Mehrausstattung
- 1,8l Motor löst ein 1,8l Motor ab:
Hubraum 1.785ccm, Bohrung 93mm, Hub 66mm,
Verdichtung 7,3:1, Leistung 50kW (68PS) bei 4.200/min,
Drehmoment 129Nm bei 3.000/min

1975:

Juli: Der 4.000.000 Transporter wird gebaut.
August:
- 2,0l Motor löst den 1,8l Motor ab:
Hubraum 1.970ccm, Bohrung 94mm, Hub 71mm,
Leistung 51kW (70PS) bei 4.200/min, Drehmoment 140Nm bei 2.800/min
- Zweikreisbremsanlage mit Bremskraftregler an der Hinterachse
- ZGG 2.500kg, Zuladung 1.200kg

1976:

Die beiden Trennwände vorne entfallen

1977:

Der 4.500.000 Transporter wird gebaut.

1978:

Sonderserie des 8-Sitzer-Busses mit Komfortausstattung und Silbermetallic-Lackierung (Silberfisch)
Fünf Prototypen mit Allradantrieb:
Zuschaltbarer Frontantrieb,Drehstromumwandler, mechanische Kupplung,
Vierganggetriebe,Trommelbremsen,Bodenfreiheit max. 297mm

Die Transporter der zweiten Generation erreichten eine Stückzahl von 3.000.000.


erstellt von Moritz Heitmann
Stationen der Modellpflege VW Transporter T3
1979:

Mai: Modellvorstellung des neuen Transporters
August: Zwei Motoren mit 1,6l und 2,0l

- 1,6l-Motor: 37kW (50PS) bei 3.800/min, Drehmoment 103Nm bei 2.400/min
- 2,0l-Motor: 51kW (70PS) bei 4.200/min, Drehmoment 137Nm bei 3.000/min

1980:

September: Dieselmotor aus dem Golf wird eingebaut

1982:

September:

- zwei Motoren mit wassergekühltem 1,9l Boxermotor und 60PS bzw. 78PS
- nur noch wassergekühlte Motoren lieferbar
- neues, besseres Heiz-und Lüftungssystem
- optional 5-Gang-Getriebe
- deutliche Verbrauchsverminderung um 2,5l/100km im Vergleich zu den luftgekühlten Motoren

Der 5.500.000 Transporter wird gebaut.

1983:

- Modell "Carat" mit 6 Einzelsitzen wird präsentiert
- Einspritzmotor mit 1,9l Hubraum und 90PS Leistung
- Servolenkung, Leichtmetallräder, Seitenverkleidungen der Karosserie, Doppelscheinwerfer-Grill erhältlich

1984:

- Korrosionsschutz des Transporter wird verbessert
- Heckrücksitzbank mit Leigebeschlag und Bettpolster erhältlich
- Sonnen-Ausstelldach im Fahrerhaus auf Wunsch

1985:

Februar:

- Transporter syncro wird vorgestellt, zunächst nur mit 78PS Vergasermotor erhältlich
- 70PS Turbodieselmotor, 112PS Einspritzermotor, 95PS Einspritzermotor mit 3-Wege-Katalysator
- 78PS Motor-Drehmoment steigt von 141 auf 153Nm
- 1,9l Einspritzer entfällt
- Einschlüsselsystem

Oktober: Studie des Multivan wird vorgestellt

1986:

Januar: Der 6.000.000 Transporter wird gebaut.

- elektrische Fensterheber, Geschwindigkeitsregelanlage, Zentralverriegelung, elektrisch-verstellbare Außenspiegel lieferbar
- alle Transporter bekommen asbestfreie Brems- und Kupplungsbeläge
- der Multivan wird ausgeliefert
- syncro auch mit 112 PS und 95 PS Benzinmotor und als 16" Variante erhältlich

1987:

- ABS wird angeboten
- der Saugdieselhubraum wird von 1,6l auf 1,7l, die Leistung von 50PS auf 57PS erhöht
- Verbesserung der Warm- und Frischluftzufuhr, seitliche Ausströmer für den Transporter
- Scheibenantenne optional erhältlich, Zwangsentlüftung wird nach hinten verlegt

1988:

Oktober:

- erstes VW-Wohnmobil "California"
- Luxusversion der Doppelkabine "Tristar" auf syncro-Basis

1989:

- der 112PS Motor entfällt
- Drehmomentverlauf des 78PS Motors wird verbessert
- Leistung des Motors mit 3-Wege-Kat bveträgt nur noch 92PS, bei den syncro-Modellen weiterhin mit 95PS
- VW-Wohnmobil "Atlantic" als besserer "California" vorgestellt

1990:

Am 8. März feiert der Transporter von Volkswagen sein 40jähriges Jubiläum


erstellt von Moritz Heitmann


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