Kategorie: Räder
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MEFRO Felgen

Die Felgen der Firma Mefro stellen eine günstige Alternative zu den Serienstahlfelgen da.
Die Firma, die die Felgen herstellt, heißt exakt Mefro Räderwerk Ronneburg GmbH und Ronneburg ist der Ort, wo die Firma sitzt (Tel. 036602/8-0).
Die Räder werden über Großhändler wie z.B. Juist in Bremen vertrieben. Sie sind als Anhängerfelgen klassifiziert und werden nicht immer über den normalen Reifenhandel vertrieben. Der Hersteller hat kein Interesse daran, die Felge an PKW zu sehen, also erwähnt' s einfach nicht und fragt nach einer Herstellerbescheinigung für diese Felge, sollte beim TÜV reichen. Ob man sie bei einem „normalen“ Reifenhändler bekommt, hängt sehr von der Größe dessen ab und von seiner Bereitwilligkeit Listen zu wälzen. Man bekommt die Felgen auch über Anhängerbauer und über den Landmaschinenhandel (Raiffeisen etc.). Des weiteren bekommt man sie bei verschiedenen Ersatzteilehändler (siehe Branchenbuch)

Für den T3 brauchbare Felgen gibt es als 6J14, 6J15 und 6J16, immer ET 30. Traglast immer 900 kg bei 140 km/h. (Also auflastungsgeeignet)

Preise hängen sicher immer davon ab, wo man kauft etc. ein Beispiel: 6“ x 15 ET 30 Mefro-Felgen Stück 28,50 incl. Mwst. (so von einem Foriker bei seinem Reifenhändler gekauft)

Ein weiterer wichtiger Punkt zu den Mefrofelgen ist, dass man andere Radmuttern/Radschrauben braucht:

VW original T3: M14 mit Kugelbund R14
Mefro: M14 mit Kugelbund R12

Diese gibt es ebenfalls bei verschiedenen Ersatzteilehändlern oder auch bei
www.spurverbreiterung.de

„Die waren die günstigsten (ich glaub 1.90/Stk.), hat auch alles gut geklappt. Allerdings sind das geschlossene Hutmuttern und die originale Plastikkappe vom 16"er hält nicht mehr so einfach, ging nur mit zusätzlichen Gummiringen.“ (Dirk16)

Wichtig wäre auch nochmal zu erwähnen, dass es um ANHÄNGERFELGEN! handelt. PKW-Felgen haben Toleranzen im Schlag bis 0.5mm, Anhängerfelgen bis 1,25mm. Was in der Praxis völlig irrelevant ist, denn Höhenschlag merkt man bei unseren Geschwindigkeiten nicht, und in der Regel werden die Felgen schon recht genau gefertigt.
Aber es kann eben sein, das mal eine dabei ist, die muss man dann halt hinten aufziehen.
Noch ein Detail zu den Mefro-Felgen: Sie haben eine etwas andere Prägung als Anlagefläche zur Trommel/Scheibe. Während die Originalfelgen da einen relativ dichten Ring haben, sind die Mefro-Felgen segmentartig tiefgezogen, d.h. die Felge liegt nicht dicht an.
Ist nicht dramatisch, hat aber zur Folge, das da Dreck und Wasser hinten eindringen kann. Allerdings sind die Nabenkappen ja auch nicht dicht. Nun kann da aber die Trommel/Scheibe rosten, was bei Wechsel auf VW-Felgen dann zu einem nicht sauberen Anliegen der Felgen führt. Sollte man beachten und reinigen. Interessanterweise zeigt der Stern weniger Schweißverbindungen zum Ring. Aber es werden ja 900kg bescheinigt, mehr als die größer verschweißte Serienfelge!


Die Größe der Reifen, die man dann auf die Felgen montieren möchte, hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. 4wd, 2wd, Tachoangleichung erwünscht oder nicht, Karosserie soll nicht bearbeitet werden. Das muß dann im Einzelfall jeder für sich klären.

Hier nochmal ein Vergleichsphoto: Originale 16“ Felge und Mefrofelge - Also von der Optik her den originalen Felgen sehr ähnlich.



Links die Originale mit einem 205R16 Dunlop SP44 (Landy-Original-Bereifung), rechts die Mefro mit einem 225/75R16 Michelin Agilis81 (genialer Reifen!).

Der Dunlop SP44 ist zwar sehr billig, das man den von Landy-Fahrern hinterhergeworfen bekommt incl. Sprengringfelge , aber bei Nässe taugt der nix. Nur im Gelände, Matsch und Schnee hat er Vorteile. Und ist robust mit LI112. Auf Sand hat der aber nichts verloren, viel zu grob.
Der Agilis81 ist ein weit verbreiteter Transporterreifen wie er auf Sprintern und Transits u.ä. gefahren wird. LI 118, also sehr steif und robust. Gerade bei den hochflankigen .../75er Reifen wirkt sich das aus. Breite Lauffläche, viel Gummi, bei Nässe hervorragend. Bin sogar schon auf nassem Kies im Gelände rumgefahren, ging super! (Dirk16)


Hier nun noch einige Reifentipps. Bitte beachtet, dass es sich dabei um die Subjektive Meinung einzelner Foriker handelt. Einzelheiten sollten immer aktuell mit dem Reifenhändler geklärt werden. Dort bekommt man auch weitere Informationen zu den einzelnen Reifen.

Auf einem 2WD könnte man 195/70R15 oder 205/65R15 fahren diese Größe sind zur Zeit die Standardgrößen am Transportermarkt, folglich gibt da Reifen wie Sand am Meer, von billig bis teuer, von drittklassig bis Premium.
Der Abrollumfang ist identisch zu 185R14, also keine Änderung und auch wenig Stress beim TÜV.

Beim 4WD wäre 215/75R15 eine Möglichkeit hochzurüsten ohne große Änderungen. Diese Dimension ist sehr weit verbreitet und man bekommt nahezu jedes Reifenprofil. Ob für diese Umrüstung eine Tachoangleichung nötig ist hängt von der jeweiligen Originalbereifung ab. Bis ca. 5% größeren Abrollumfang könnte ohne Tachoangleichung gehen.

Hier nun noch einige Kommentare zu verschiedenen Reifengrößen (zusammengestellt von Jens16synncro):

Mögliche Reifengrößen beim syncro:
Achtung, ich beschränke mich nur auf Größen, die in Kombination mit den 6"-Mefro-Felgen möglich sind ! Auch sind keine Reifen mit Querschnitten kleiner 70% aufgeführt, weil die meiner Meinung nach auf einem Syncro nichts zu suchen haben :-D
Alle Angaben sind ohne Gewähr und stellen nur meine völlig unmaßgebliche Meinung dar.
14"
205/70R14 (Serie)
205/75R14
205/80R14 (als Sonderausstattung beim T3 syncro erhältlich gewesen)
27x8.5R14 (hier keine Auflastung möglich)
... (habe mich nicht weiter damit beschäftigt)
Generell sind 14"-Größen für Transporter arg auf dem Rückzug, die Auswahl wird immer kleiner, die Preise werden steigen. Wer seinen Bus noch 10 Jahre fahren will, sollte auf 15" oder 16" umsteigen.

15"
205/75R15 205/80R15 215/70R15 keine Ahnung, nie mit beschäftigt
215/75R15 Standardgröße vieler Geländewagen (LI 100 kein Problem)
sehr weit verbreitete Größe mit großer Reifenauswahl
215/80R15 Alternative zu 225/70R16, jedoch nicht gerade eine häufige Größe
225/75R15 weniger weit verbreitet, eher selten, nur AT- und ST-Profile
235/75R15 wieder sehr weit verbreitet, riesige Reifenauswahl (größte mögliche Breite bei 6" Felgen), LI 104

16"
195/75R16 komische Reifengröße, eigentlich nicht zu gebrauchen ;-)
195/80R16 völlig tot, nicht zu empfehlen, kaum Reifenauswahl
205/80R16 mäßige Reifenauswahl, Größe wird immer seltener
215/70R16 teurer als 215/75R15 aber gleich groß, lohnt nicht
215/80R16 Reifenauswahl nicht groß aber noch ok
215/85R16 ziemlich großer Reifen, Reifenauswahl auch nicht so toll
225/70R16 nur AT- und ST-Reifen
225/75R16 Standardgröße, riesige Auswahl an Reifen, hohe Traglast
235/70R16 Alternative zu 225/75R16, aber teurer. Kaum MT-Profile
235/75R16 und 235/80R16 sehr selten, nur ganz wenige Reifen
235/85R16 Geländewagen-Standardreifen, großes Reifenangebot. Um diese Größe auf dem T3 syncro zu fahren, sind massive Änderungen an Karosse, Radaufhängung und Getriebe nötig, wenig empfehlenswert

Kleine Erklärung:
LI = Lastindex
ST = Straßenreifen
AT = All Terrain Reifen
MT = Mud Terrain Reifen
Reifen ohne Querschnitt-Angabe entsprechen gemäß heutiger Definition einem 80%-Querschnitt, also 205R14 = 205/80R14 !
Für die notwendigen Änderungen bei den einzelnen Reifengrößen bitte die Reifentipps von Wolfgang lesen:

Reifentipps von Wolfgang

Eine Anmerkung zur Eintragung der aufgeführten Reifengrößen beim TÜV:
Für keine der aufgeführten Größen außerhalb der Serienbereifung gibt VW eine Freigabe. Die Abnahme ist also nur durch Einzelabnahme bei einem gnädigen Prüfer möglich und den sollte man VORHER gefunden haben, bevor man Reifen und Felgen gekauft hat.
Für die Dimensionen 195/70R15 und 205/65R15 als Ersatz für die Seriengrößen 185/80R14 und 205/70R14 kann man beim TÜV insofern geschickt argumentieren, daß der Abrollumfang nahezu identisch zur Serienbereifung ist und das die Reifenversorgung in den Seriendimensionen immer schwieriger wird. Die Einpresstiefe der Mefro-Felgen ist auch identisch mit der 6J14-Serienstahlfelge von VW (gab es nur beim syncro serienmäßig, die 2WD haben 5,5J14), so daß die Fahrwerksgeometrie nahezu unverändert bleibt. Diesen Argumenten sind viele Prüfer zugänglich, weil sie einen sehr praktischen Sinn haben ;-)

Weiterhin gibt es für die auf den Felgen zugelassenen Reifenbreiten sog. Regelreihen, die ohne Herstellerfreigeben gefahren werden dürfen. So darf z.B. auf den 5 1/2"-Felgen max. ein 215er Reifen drauf, 225er nur mit seltenen Freigaben einiger weniger Hersteller oder bei ganz wenigen Prüfern, die da nicht so genau hinschauen.
225er auf 6" geht aber z.B. problemlos, da braucht man keine Freigabe eines Reifenherstellers.

Abschließend wäre noch anzumerken, dass es auch Anbieter gibt, die einem die komplette Umrüstung abnehmen - praktisch aber sicherlich auch teurer!

Eine weitere Möglichkeit stellen die Felgen der Firma Prins Dokkum dar.



Man bekommt sie im gut sortierten Fachhandel ;-)
Es sind 6x15 Stahlfelgen aus dem Anhängerbau und sie haben die gleiche ET, Mittenlochdurchmesser usw. wie die Original 14"er.
Die Originalen Schrauben und Muttern können weiterverwendet werden.
Auf dem Bild sind die Reifen "Uniroyal Rainmax" 195/70 R15 C 102/104 montiert
Das Aufziehen und Auswuchten sowie Reifen und Felgen haben in diesem Fall pro Komplettrad 109 Euro gekostet.

Auch hier gilt es einen willigen Prüfer zu finden...

Das Gutachten könnt ihr hier ansehen:
http://bulli.abi-doublenine.de/misc/felgen_gutachten_01.jpg
http://bulli.abi-doublenine.de/misc/felgen_gutachten_02.jpg
http://bulli.abi-doublenine.de/misc/felgen_gutachten_03.jpg
http://bulli.abi-doublenine.de/misc/felgen_gutachten_04.jpg
http://bulli.abi-doublenine.de/misc/felgen_gutachten_05.jpg

Leider stellen diese Felgen kaum eine Alternative für Syncrofahrer dar, da der Abrollumfang mit 2110mm doch arg gering ist...

Die Kopie eines Fahrzeugscheins findet ihr unter:
http://bulli.abi-doublenine.de/misc/schein1.JPG
http://bulli.abi-doublenine.de/misc/schein2.JPG


Die zusammengetragenen Informationen stammen alle aus dem Forum, überwiegend sind sie von Jens 16syncro und Dirk16 zusammengestellt worden. Die Informationen über die Prins Dokkums stammen von Moritz Heitmann.







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